Das cleane Erscheinungsbild ist ein großer Vorteil griffloser Küchen. Glatte Küchenfronten lassen sich unkompliziert reinigen und hervorstehende Griffe, an denen man hängen bleiben oder sich stoßen kann, entfallen.
Allerdings gibt es auch Punkte, die bei der Planung berücksichtigt werden sollten. Je nach Öffnungssystem können Fingerabdrücke auf den Fronten stärker sichtbar sein. Bei Push-to-open-Systemen kann außerdem ein unbeabsichtigtes Öffnen durch Druck vorkommen. Griffmulden und Griffleisten benötigen zudem konstruktionsbedingt Platz und können je nach System den verfügbaren Stauraum beeinflussen.
Deshalb sollte nicht nur das Aussehen, sondern auch die tägliche Nutzung im Mittelpunkt der Planung stehen.
Darauf solltest Du bei der Planung achten
Eine grifflose Küche lebt von ihrer klaren Gestaltung. Umso wichtiger ist eine sorgfältige Planung.
1. Wähle das passende Öffnungssystem
Überlege, wie sich Schubladen, Auszüge und Türen im Alltag öffnen lassen sollen. Was bei einer kleinen Schublade gut funktioniert, muss bei einer großen, schweren Front für die Kühlschranktür oder den Geschirrspüler nicht automatisch die beste Lösung sein.
2. Plane das Fugenbild bewusst
Bei einer grifflosen Küche fallen Frontaufteilung und Linienführung besonders auf. Breite Auszüge, Hochschränke und Geräte sollten deshalb harmonisch aufeinander abgestimmt werden.
3. Setze Materialien gezielt ein
Helle Fronten können durch Holz, Stein, Glas oder Metall ergänzt werden. Wichtig ist, nicht zu viele unterschiedliche Materialien miteinander zu kombinieren.
4. Denke an die Beleuchtung
Licht hat einen großen Einfluss auf die Wirkung einer hellen Küche. Unterbauleuchten, indirekte Beleuchtung oder beleuchtete Griffmleisten können die Küchenfronten und Arbeitsbereiche gezielt in Szene setzen.
5. Plane Stauraum von Anfang an
Die cleane Optik funktioniert am besten, wenn möglichst wenig auf der Arbeitsfläche steht. Eine gute Innenorganisation und ausreichend Stauraum sind daher entscheidend.